Teardrop

Zusehen, wie deine Schritte immer sicherer werden. Du deinen Raum eroberst. Dich durch nichts und niemanden aufhalten lässt. Selbstversunken spielst . Kein Gedanke an ein müdes Gestern. Ein unsicheres Morgen. Nur übersprudelndes JETZT. Wie du aufbegehrst und deutlich zeigst, wenn du etwas nicht machen willst.

Meine vorsichtige Achtung für deinen Grenzen.

Meine staunende Bewunderung für deine Hingabe.

Mein stetiges Dazulernen durch deine Art zu SEIN. (Wer erzieht hier eigentlich wen ?!? )

Aber auch:

Meine schreiende Überforderung, weil ich mich immer wieder verlaufe in der Ambivalenz. Zwang zur Notwendigkeit versus Respekt deiner Person.

Meine knochenharte Angst, dass ich dich verletzen könnte. Da, wo du nur in dir zuhause bist. Bedingungslos liebst und vertraust.

Mein rasender Herzmuskel, wenn ich dich weinen sehe.

All diese Fallstricke.

Welche wachsen können auf dem Boden der Macht. Gesponnen werden aus seelischer Grausamkeit. Zwischen den Zeilen gedeihen. Im Liebesentzug schwere tiefe Wunden hinterlassen. Verknüpft sind mit der Ignoranz von Stoppschildern. Die doch jedes Kind auf individuelle vielfältige Art zu setzen vermag.

Die trotzdem nur eines bedeuten: Bis hierhin und nicht weiter.

Solange bis es möglicherweise lernen muss, dass das nicht ernstgenommen wird . Übersehen und übergangen.

Ich weiß viel zu genau, was es bedeutet wenn auf die eigenen Grenzen gespuckt wird.

NEIN sagen kannst du bereits.

Abgrenzen. Grenzen setzen. Grenzwertig.

Ich versage manchmal. Die Nerven dann in Fetzen und dahinter deine großen fassungslosen Augen.

Wehwehweht noch lange nach bei mir, während du es schon längst wieder vergessen hast (wieder was dazugelernt ) .

Jajaja, hat keine/r gesagt, dass es einfach wird. Das Elter- Sein.

Aber auch keine/r an welcher Stelle es so schwer werden würde.

Ich kann nur hoffen, dass ich es trotzdem schaffe, dir auf der Spur zu bleiben. Mich dabei nicht zu vergessen.

(Selbst- ) Liebe ist der Weg. Da halten, wo es schmerzt. Mit weit geöffneten Sinnen stehenbleiben, auch wenn es anstrengend wird. Genießen, was leicht und wohlig ist. Die düsteren Stunden genauso feiern wie alle anderen. Weil sie wohl dazu gehören.

Zusehen, wie meine Schritte immer sicherer werden.

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3 Antworten zu “Teardrop

  1. danke fürs zusehen und mitlesen lassen bei deinen immer sicher werdenden schritten. lg! ps: ich habe worte gefunden für vergleichbare gefühle vom kind und mir. das hilft uns. wenn sie sich ärgert, dann benenn ich es für sie (oder wenn sie traurig ist usw.). und wenn ich mich ärgere und sie mich fassungslos anschaut, dann erkläre ich ihr, dass ich mich ärgere. die fäuste ballen ist unser sprachloses zeichen dafür. der einfall kam vom freund. und ich bin dankbar, dass ich meine gefühle nun zumindest ein bisschen mit k. teilen kann. und wenn sie dann die fäuste ballt, um mir zu zeigen, dass sie versteht, dass ich mich gerade ärgere, dann muss ich fast schon wieder lachen … so viel zum thema wer erzieht hier wen ❤

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