career opportunities

Bald darfkannsollmusswill ich zurück an die Uni…ich freue mich, ich fürchte mich.

Ich habe nun ein Jahr pausiert, statt Foucault Windelinhalte analysiert (und es sage niemand,dass das nicht auch knifflig sein kann, überraschende Resultate inklusive )+so sehr ich das Gedankenförderprogramm mit akademischen Pi und Pa und Po „herbeisehne“ so sehr schreckt mich auch das Drumherum, vom Danach mal ganz ab. Ich studiere Kulturwissenschaften, Prognose ungewiss. Denn was mache ich dann damit? Ich bin bisher eher dem Lustprinzip gefolgt, obwohl ich mir das als Arbeiter*innenkind eigentlich nie leisten konnte…ich für Osteuropa, mindestens 2 slawische Sprachen sprechen lernen und da hörte es dann erstmal auf mit dem Planen. Jetzt muss ich mich auch fragen, wo all das enden soll…schließlich möchte ich im besten Fall der Fälle etwas tun,dass mir Spaß macht UND mich und mein Kind ernähren kann. Dank Bologna+Co.ist zudem alles dermaßen verschult, dass vielen meiner Kommiliton*innen vor lauter universitärer Arbeit das schlichte Leben abhanden kommt. Da herrscht für mich nun große Ansteckungsgefahr, schließlich gab es bei mir immer nur ganz oder garnicht und bis zur Geburt das kleinen Wusels ging das auch ganz gut. Ich hatte trotz allem immer GENUG Zeit für mich+für das was mich stärkt,mich auf- und durchatmen lässt…but now??? Ich habe schon jetzt Probleme mir meinen Raum freizuschaufeln, nicht erdrückt zu werden von dem täglichen ‚musstdumachen’…TROTZDEM will ich immernoch ALLES zusammen und ich will es mehr als je zuvor. Nichts hat mich so politisiert wie das MutterSein, nie habe ich mich durch eine aufgedrückte Rolle bzw.der von der Gesellschaft präferierten Idee selbiger abhängigereingeschränkterlimitierterzementierter gefühlt und nie war mir mehr nach Mauern berstenden JetztErstRechtGebrüll+raus ins Getümmel und LEBEN, dass es anders geht.Für mich, für dich und alle die noch wollen. Ich will mich nicht mit weniger zuFRIEDEN geben, denn das gäbe hier und jetzt nur einen Burgfrieden, Befriedung wo gekämpft werden muss. Faule Kompromisse machen ist dabei nicht vorgesehen, halbgegart keine Option…Perfektion ist allerdings auch nur etwas für Hochglanzmagazine und eine Fiktion, der ich schon lange ade gesagt habe und nicht nur,weil das Scheitern bereits inbegriffen ist…irgendwo muss es doch einen Weg dazwischen geben!

Dann sehe ich dich…kleiner Mensch,der du dich jeden Tag mit neuen Facetten vor mir entfaltest…es wärmt meine Seelenhaut, dass ich DIR die Welt zeigen kann…glucksendes Glücksgefühl wo ich deinem Entdecken und Erforschen beiwohnen darf,deine Augen so riesengroß im Staunen…deine kleinen weichen Hände,die nach mir ausgestreckt meiner Vorstellung von Vertrauen neue Kraft geben…ich will NICHTS NICHTS NICHTS davon missen müssen… und da ist sie schon,die ANGST,eine Mount-Everest-große,dass HIER meine größte Zerreißprobe lauert…wieviel Raum für mich und wieviel Raum für dich…und warum verdammt ist es überhaupt notwendig, dass sich all diese Fragen in meinem Kopf stapeln wie alte Zeitungen?

Wenn 1 dann auch noch privat alles um die Ohren fliegt,es kracht und scheppert, wird es schwer in dem Getöse noch auf sich zu hören…

Und ihr so? Wie ist das bei euch mit Kindern und Kapitalismus, dem Kampf gegen Ungerechtigkeit am Arbeitsmarkt/Uni/woauchimmer ihr gerne an etwas in eurem Sinne werkelt, dem eigenen Anspruch ? Wovor habt ihr Angst dabei? Erfahrungsaustausch erwünscht!

 

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4 Antworten zu “career opportunities

  1. …ja!Auch gruselig:garnicht mehr im Jetzt sein zu können weil die nächste Zeiteinheit mit anderem Programm schon naht und ich eigentlich mental das Hier bereits verlassen habe.Was machst du um einer Zeit in Fetzen zu entgehen?Stopptaste drücken;)?

  2. noch hoffe ich einfach, dass mir die energie nicht ausgeht. allerdings weiß ich nicht, was sein wird, wenn das berufsleben wieder (richtig) losgeht. ein bisschen hilft mir, wenn ich die zeit schubladisiere und kategorisiere (kindzeit, unizeit usw) – furchtbar wird es meist nur, wenn ich versuche mehrere sachen gleichzeitig zu tun (bzw. wenn ich dazu gezwungen werde). aber, ja, manchmal fühlt sich das alles nach einer zeit in fetzen an. und als draufgabe gibt’s das schlechte mutter-studentinnen-freundin-gewissen. yeah!

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